Artikel
Was neu ist, was es bedeutet und was du ausprobieren kannst – ohne Fachchinesisch.
Zum Nachschlagen
Kurze, belegte Antworten auf die Fragen, die immer wieder kommen – mit Prüfdatum, wo sich etwas ändern kann.
Verfügbarkeit
Was davon in Deutschland wirklich geht – mit Preis und Geräten.
Alle 7 ansehen →Einfach erklärt
KI-Begriffe in einem Satz, mit Beispiel aus dem Alltag.
Alle 16 ansehen →KI für dich
Passende Werkzeuge für deinen Alltag oder Beruf.
Alle 13 ansehen →Vergleiche
Zwei Werkzeuge, dieselben Kriterien, eine klare Empfehlung.
- Perplexity oder ChatGPT
- Ollama oder LM Studio
- NotebookLM (Gemini Notebook) oder ChatGPT-Projekte
- Midjourney oder ChatGPT (Bilder)
Neueste Artikel
Erklärt · 6 Min. Lesezeit
Nach Jev: Die neuen Entscheidungsmodelle von OpenAI, Microsoft, Amazon und Co. im Überblick
Jev von TypeSafe AI hat im September 2026 eine neue Art von KI bekannt gemacht: Modelle, die keinen Text schreiben, sondern blitzschnell zwischen festen Antworten wählen. Keine vier Wochen später haben OpenAI, Microsoft, Cloudflare, Perplexity, Amazon, Liquid AI und viele kleinere Entwickler eigene Entscheidungsmodelle veröffentlicht. Die Preise liegen bei 2 bis 10 US-Cent pro Million eingegebener Tokens, mehrere Modelle sind kostenlos herunterladbar und laufen auf eigenen Rechnern. Ein offenes Modell von H2O.ai liegt in einer Vergleichsrangliste sogar knapp vor Jev. Gleichzeitig einigen sich Anbieter wie Amazon, Upstage und Ollama auf eine gemeinsame Schnittstelle nach dem Vorbild von TypeSafe. Für Unternehmen in Europa ist das eine gute Nachricht: Wer seine Daten nicht in die USA schicken will, hat jetzt Alternativen.
Erklärt · 6 Min. Lesezeit
Jev im Einsatz: Wo Entscheidungsmodelle schon heute mitentscheiden
Einen Monat nach dem Start am 15. September 2026 ist Jev von TypeSafe AI erstaunlich weit verbreitet. Über die Plattform OpenRouter liefen in einer Woche rund 1,08 Milliarden Anfragen an Jev, mehr als das Zwanzigfache des nächsten Konkurrenten. Workday baut mit Jev die Bildschirme seines KI-Assistenten Sana in Echtzeit zusammen, das Recruiting-Start-up Jack & Jill sortiert damit täglich Tausende Bewerber vor und spart laut eigener Fallstudie 88 Prozent der Kosten. Weitere Einsatzfelder sind das Vorsortieren von Supportanfragen, Betrugserkennung, Sicherheitswarnungen und die Kontrolle von KI-Agenten. TypeSafe behauptet, ein Drittel der 500 größten US-Unternehmen nutze Jev, nennt aber keine Namen. Für Nutzer in Deutschland bleibt Jev meist unsichtbar: Es steckt in Software, die man ohnehin verwendet, und verarbeitet Daten in den USA.
Erklärt · 5 Min. Lesezeit
Muse, Spark, Wonder, Glimmer: Metas KI-Familie einfach sortiert
Meta nennt fast alles Muse, und das sorgt für Verwirrung. Muse ist zum einen die Agenten-App, die seit September 2026 in den USA für Nutzer Mails schreibt, einkauft und reserviert. Zum anderen heißen Metas KI-Modelle so, die im Hintergrund arbeiten: Muse Spark seit April 2026, Muse Wonder und Muse Wonder Full seit dem 12. Oktober und das kleine, frei herunterladbare Muse Glimmer seit August. Dazu kommen Muse Code zum Programmieren und das Bildmodell Muse Image. Die Faustregel: Die App ist das, was du benutzt. Spark, Wonder und Glimmer sind die Modelle, die darin oder in anderen Produkten stecken. In Deutschland ist die Muse-App nicht verfügbar, Glimmer kann man dagegen auf dem eigenen Rechner betreiben.
Erklärt · 6 Min. Lesezeit
Muse Wonder und Muse Wonder Full: Was Metas neue KI-Modelle können
Meta hat am 12. Oktober 2026 zwei neue KI-Modelle vorgestellt: Muse Wonder und die stärkere Variante Muse Wonder Full. Sie sollen persönliche KI-Agenten wie Metas App Muse verlässlicher machen, etwa beim Reservieren, bei Versicherungsfällen oder beim Programmieren. Der unabhängige Testanbieter Artificial Analysis gibt Muse Wonder Full 56 Punkte auf seinem Intelligenzindex. Damit liegt es knapp hinter Claude Opus 5.5 von Anthropic (58) und vor GPT-6 Astra von OpenAI (53). Muse Wonder kommt auf 52, der Vorgänger Muse Spark 1.3 auf 48. Schwächen zeigen sich beim Faktenwissen und beim Preis: Muse Wonder kostet pro Testaufgabe fast dreimal so viel wie der Vorgänger. Für Entwickler gibt es Wonder über Metas Schnittstelle, Wonder Full nur im Programmier-Abo Muse Code. In der Muse-App soll Wonder bald zuerst für zahlende Nutzer kommen, die App selbst ist in Europa nicht verfügbar.
Ausprobieren · 6 Min. Lesezeit
Dein eigener Agenten-Test: So prüfst du einen KI-Assistenten, bevor er für dich handelt
Ranglisten wie der PersonalAgentBench oder der Assistant Benchmark zeigen, was KI-Agenten in den USA leisten. Ob ein Assistent mit deinem Postfach, deinem Kalender und deinen Gewohnheiten zurechtkommt, sagen sie nicht. Das findest du mit einem kleinen persönlichen Test in etwa einer Stunde selbst heraus. Du brauchst eine harmlose Testumgebung, sechs Aufgaben aus deinem Alltag und für jede Aufgabe drei Fragen: Ist es erledigt? Hat sich der Assistent an deine Grenzen gehalten? Stimmt, was er behauptet? Der Test funktioniert schon heute mit Assistenten, die es in Deutschland gibt, etwa ChatGPT, Claude oder Microsoft Copilot mit verbundenem Postfach und Kalender, und später genauso mit Agenten wie Muse oder Dots.
Erklärt · 8 Min. Lesezeit
Persönliche KI-Agenten im Test: Was die ersten Benchmarks über Muse, Dots und Co. verraten
Seit dem Spätsommer 2026 versprechen Meta mit Muse, OpenAI mit Dots, Google mit Gemini Spark, xAI mit Grok Bot und Start-ups wie Instinct und Hark KI-Agenten, die Mails beantworten, einkaufen und Termine buchen. Zwei unabhängige Ranglisten versuchen erstmals zu messen, wie gut das klappt, und kommen zu fast gegensätzlichen Ergebnissen: Beim Assistant Benchmark liegt Muse mit 9,3 von 10 Punkten vorn. Beim PersonalAgentBench des Datenanbieters Micro1 landet Muse mit 55 Prozent erledigter Aufgaben auf dem letzten Platz, Dots mit 80 Prozent auf dem ersten. Der Grund liegt in der Methode: Der eine Test prüft Alltagsaufträge wie Blumen bestellen oder einen Tisch reservieren, der andere, ob ein Agent im Postfach das Richtige findet und seine Befugnisse einhält. Beide zeigen: Kein Agent erledigt alles zuverlässig. Muse, Gemini Spark und Dots für Privatkunden sind in Deutschland noch nicht verfügbar.
Erklärt · 10 Min. Lesezeit
Was ist Jev, und wie könnte es die Software von morgen verändern?
Jev ist ein neues KI-Modell des US-Start-ups TypeSafe AI, vorgestellt am 15. September 2026. Anders als ChatGPT schreibt es keinen Text, sondern trifft blitzschnell Entscheidungen: Es beantwortet vorgegebene Fragen mit festen Antwortmöglichkeiten und nennt dazu, wie sicher es ist. Das soll KI direkt in normale Software einbauen, etwa um Anfragen zu sortieren oder Programmier-Agenten zu überwachen. Laut The Register kann es sogar den Spieleklassiker Doom spielen. Die Rekordzahlen zu Tempo und Preis stammen bisher vor allem vom Hersteller. Stand Oktober 2026 ist Jev in einem frühen Zugang verfügbar, läuft in den USA und hat klare Schwächen. Anfang Oktober sammelte TypeSafe 870 Millionen US-Dollar ein. Zugleich zogen OpenAI und Cloudflare mit eigenen Entscheidungsmodellen nach, Cloudflare sogar mit offenen Modellen zum Selbstbetrieb. Dieser Artikel erklärt, was Jev kann, was nicht, und was es für die Software von morgen bedeuten könnte.
Erklärt · 9 Min. Lesezeit
Was ist Firecrawl, und warum ist es für KI wichtig?
Firecrawl ist ein Dienst, der Webseiten in sauberen Text oder strukturierte Daten verwandelt, damit KI-Modelle und KI-Agenten das aktuelle Internet lesen können. Er sucht im Web, liest einzelne Seiten, durchläuft ganze Websites und kann sogar Knöpfe anklicken. Hinter dem US-Start-up stehen drei Gründer aus dem Umfeld von Y Combinator, die unter anderem mit einer Stellenanzeige nur für KI-Agenten Schlagzeilen machten. Der Kern ist Open Source unter der Lizenz AGPL-3.0 und lässt sich selbst betreiben, die bequemere Cloud-Version kostet nach einem kostenlosen Grundkontingent Geld. Daneben gibt es freie Alternativen wie Crawl4AI oder Jina Reader. Stand Oktober 2026 gehört Firecrawl zu den verbreitetsten Werkzeugen dieser Art. Offene Fragen gibt es bei robots.txt, Urheberrecht und Datenschutz, gerade in der EU.
Erklärt · 10 Min. Lesezeit
Voice AI: Wie KI-Stimmen vom Labor in jede Hotline kamen
Künstliche Stimmen gibt es seit Jahrzehnten, doch lange klangen sie hölzern. Seit 2023 hat das Start-up ElevenLabs täuschend echte Stimmen für alle zugänglich gemacht und ist heute nach eigenen Angaben 22 Milliarden US-Dollar wert. Ende September 2026 brachte die Firma ihr neues Modell Eleven v4 heraus, das in der wichtigsten unabhängigen Blindtest-Rangliste derzeit knapp vor Alibaba, Cartesia und Google liegt. Plattformen wie Vapi lassen KI ganze Telefongespräche führen, und frei herunterladbare Modelle wie Kokoro oder Chatterbox holen auf, liegen aber noch hörbar zurück. Stand Oktober 2026 heißt das für dich: mehr KI in Hotlines, Hörbüchern und Spielen, neue Chancen für Menschen, die ihre Stimme verloren haben, Streit um die Rechte von Synchronsprecherinnen und Synchronsprechern und mehr Betrug mit geklonten Stimmen am Telefon.
Erklärt · 9 Min. Lesezeit
Persönliche KI-Assistenten: Was sie über dich wissen und für dich erledigen
Persönliche KI-Assistenten sollen sich an dich erinnern und dir Alltagsarbeit abnehmen: Termine finden, Mails zusammenfassen, etwas reservieren oder sogar bezahlen. Stand Oktober 2026 lassen sich ChatGPT, Claude und Microsoft Copilot in Deutschland mit Gedächtnis und mit Gmail oder Kalender verbinden, Alexa+ läuft als kostenlose Vorabversion. Die neue Generation von Agenten, die selbstständig handeln, kommt vor allem aus den USA und fehlt in der EU noch: Metas Muse, OpenAIs Dots im Pro-Tarif, Googles Gemini Spark, das Start-up Instinct und die neue Siri. Wer nicht warten will, kann offene Projekte wie OpenClaw selbst betreiben, braucht dafür aber Technikwissen und eigene Sicherheitsvorkehrungen. Erste Erfahrungen zeigen, was schiefgehen kann: gelöschte Postfächer, ungefragt verschickte Mails und Telefonate, die heimlich Menschen statt der KI führten. Fang klein an und gib nur so viel Zugriff, wie du wirklich brauchst.
Erklärt · 5 Min. Lesezeit
Woran erkenne ich KI-Fälschungen bei Bildern, Stimmen und Anrufen?
Gute KI-Fälschungen, sogenannte Deepfakes, lassen sich mit bloßem Auge oder Ohr oft nicht mehr sicher erkennen. Typische Fehler wie verwaschene Zähne oder eine metallisch klingende Stimme sind Hinweise, aber kein Beweis. Verlässlicher ist es, den Zusammenhang zu prüfen: Wer verbreitet das, was wird verlangt, und lässt sich die Person über einen bekannten Weg erreichen? Bei Anrufen mit Geldforderung gilt: auflegen und selbst zurückrufen.
Erklärt · 5 Min. Lesezeit
Wie funktioniert ChatGPT? Einfach erklärt
ChatGPT ist ein Chat-Dienst der Firma OpenAI, hinter dem ein großes Sprachmodell steckt. Dieses Modell hat aus riesigen Textmengen gelernt, wie Wörter typischerweise zusammenhängen, und schreibt seine Antwort Stück für Stück, indem es jeweils das wahrscheinlich passende nächste Wort berechnet. Deshalb klingen die Antworten flüssig und sind oft hilfreich, können aber trotzdem falsch sein.
Erklärt · 4 Min. Lesezeit
Was bedeutet der EU AI Act für mich als Nutzer?
Der EU AI Act (auf Deutsch KI-Verordnung) regelt nicht dich als Nutzer, sondern die Anbieter und Betreiber von KI. Für dich heißt das vor allem: bestimmte gefährliche KI-Anwendungen sind verboten, Chatbots müssen sich als KI zu erkennen geben und KI-erzeugte Inhalte sollen erkennbar sein. Strengere Regeln für KI in sensiblen Bereichen wie Bewerbung oder Kredit gelten erst ab Dezember 2027 bzw. August 2028.
Ausprobieren · 5 Min. Lesezeit
ChatGPT, Claude oder Gemini: Welcher KI-Assistent passt für welchen Zweck?
Alle drei Assistenten lassen sich in Deutschland kostenlos nutzen und reichen für Alltagsfragen, Texte und Erklärungen meist aus. ChatGPT ist der breiteste Allrounder, Gemini passt gut zu einem bestehenden Google-Konto, und Claude eignet sich besonders für längere Texte und Dokumente. Ein Abo lohnt sich erst, wenn du regelmäßig an die Grenzen der Gratisversion stößt (Stand Oktober 2026).
Erklärt · 5 Min. Lesezeit
KI und Datenschutz: Was passiert mit dem, was ich in ChatGPT und Co. eintippe?
Was du in einen KI-Chatbot eintippst, wird an die Server des Anbieters geschickt, dort gespeichert und kann je nach Einstellung zum Training künftiger Modelle genutzt oder von Menschen geprüft werden. Bei den großen Diensten lässt sich das Training abschalten und Chats lassen sich löschen, aber Kopien bleiben oft noch eine Weile bestehen. Die sicherste Regel lautet deshalb: Nichts eingeben, was du nicht auch einem fremden Unternehmen anvertrauen würdest.