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Vergleich · Frei lesbar · 4 Min. Lesezeit

Perplexity oder ChatGPT: Was ist besser für Websuche und Recherche?

Für schnelle Fakten mit Quellen ist Perplexity die gezieltere Wahl: Mit eingeschalteter Websuche zeigt laut Anbieter jede Antwort ihre Quellen, und in einem britischen Test der Verbraucherorganisation Which? vom September 2025 bekam Perplexity eine bessere Gesamtwertung als ChatGPT. ChatGPT sucht inzwischen in allen Tarifen ebenfalls im Web und ist stärker, wenn du mit den Ergebnissen weiterarbeiten willst. Perplexity Pro kostet 20 Dollar im Monat, ChatGPT Plus 23 Euro (Stand Oktober 2026).

Perplexity oder ChatGPT

Geprüft am 11. Oktober 2026

  • Preis in Deutschland1,2,6

    Perplexity:
    Free 0 $; Pro 20 $ im Monat oder 17 $ im Monat bei Jahreszahlung, Max ab 167 $; die Preisseite zeigt aus Deutschland Dollar, keinen Euro-Preis
    ChatGPT:
    Free 0 €; Go 8 €; Plus 23 €; Pro ab 103 € im Monat laut Preisseite aus Deutschland
  • Verfügbarkeit in Deutschland1,6,7

    Perplexity:
    Verfügbar im Web und als App, mit deutscher Preisseite
    ChatGPT:
    Verfügbar im Web und als App; Websuche in allen Tarifen von Free bis Pro
  • Was du bekommst1,3,4,6,10,11,14

    Perplexity:
    Antwortmaschine, mit eingeschalteter Websuche Quellen in jeder Antwort; Pro: Modellwahl (u. a. GPT-5.6 Terra, Claude Sonnet 5), Deep Research, Datei-Uploads, Bilder
    ChatGPT:
    Allround-Assistent mit Websuche, Deep Research, Bildern, Projekten und Sprachchat; seit Oktober 2026 GPT-6 auch für Free und Go
  • Grenzen3,4,6

    Perplexity:
    Free: 3 Pro-Suchen am Tag, 1 Research-Anfrage im Monat, keine Modellwahl, keine Bilderstellung
    ChatGPT:
    Free und Go: Deep Research nur eingeschränkt; Free mit eingeschränkter Bilderstellung
  • Datenschutz5,8,9,10

    Perplexity:
    Nutzung fürs KI-Training ist auch bei Free und Pro voreingestellt; abschaltbar, gilt aber nur für künftige Daten
    ChatGPT:
    Training über Datenkontrollen steuerbar; temporäre Chats bis 30 Tage gespeichert, nicht fürs Training; Werbung in Free und Go, im EWR vorerst nicht personalisiert
  • Quellenangaben1,7,14

    Perplexity:
    Laut Anbieter bei eingeschalteter Websuche Quellen direkt im Text bei jeder Antwort
    ChatGPT:
    Bei Websuche Antworten mit Links zu den Quellen; sucht automatisch oder auf Wunsch
  • Unabhängiger Test12,13

    Perplexity:
    Which?-Test in Großbritannien (September 2025, veröffentlicht November 2025, 40 Fragen): Gesamtwertung 71 % (Richtigkeit 72 %), Platz 1
    ChatGPT:
    Gleicher Test: Gesamtwertung 64 % (Richtigkeit 65 %); geprüft wurden ältere Modellversionen
  • Am besten für1,3,6,7

    Perplexity:
    Schnelles Nachschlagen mit Quellen, Faktencheck, Recherche über viele Webseiten
    ChatGPT:
    Recherche plus Weiterarbeiten: Texte schreiben, Dateien auswerten, Bilder, lange Gespräche

Unsere Einordnung: Nimm Perplexity, wenn du vor allem schnell nachschlagen und jede Aussage an ihrer Quelle prüfen willst; die Gratisversion reicht dafür oft. Nimm ChatGPT, wenn du nach der Suche mit den Ergebnissen weiterarbeitest, etwa Texte schreibst oder Dateien auswertest. Wer ChatGPT schon bezahlt, braucht für gelegentliche Websuchen kein zweites Abo.

Der Unterschied in einem Satz

Perplexity ist eine Suchmaschine mit KI: Es durchsucht standardmäßig bei jeder Frage das Web und schreibt eine Antwort mit nummerierten Quellen im Text. Schaltest du zu Beginn einer Unterhaltung „Web“ aus, antwortet es laut Hilfeseite nur aus dem Wissen des Modells, also ohne Webquellen. ChatGPT ist ein Allround-Assistent, der bei Bedarf ebenfalls im Web sucht, aber genauso Texte schreibt, Dateien auswertet oder Bilder erstellt.

Perplexity nutzt dafür Modelle mehrerer Firmen. Laut Hilfeseite stehen in Pro unter anderem GPT-5.6 Terra von OpenAI, Claude Sonnet 5 von Anthropic und Gemini 3.7 Flash von Google zur Wahl. In der Gratisversion wählt Perplexity das Modell selbst.

Wenn du einen allgemeinen Assistenten für alles suchst, hilft dir unser Vergleich von ChatGPT, Claude und Gemini. Hier geht es nur um Suche und Recherche.

Was beide in Deutschland kosten (Stand Oktober 2026)

Perplexity ist kostenlos nutzbar. Pro kostet laut Perplexity 20 Dollar im Monat oder 200 Dollar im Jahr. Die deutsche Preisseite zeigt aus Deutschland ebenfalls Dollar, bei Jahreszahlung 17 Dollar im Monat für Pro und 167 Dollar für Max. Einen Euro-Preis nennt Perplexity dort nicht, den genauen Betrag siehst du erst beim Bezahlen.

ChatGPT ist ebenfalls kostenlos nutzbar. Laut deutscher Preisseite kostet Go 8 Euro, Plus 23 Euro und Pro ab 103 Euro im Monat.

Für reine Suchanfragen reichen bei beiden oft die Gratisversionen. Bei Perplexity Free sind laut Hilfeseite aber nur drei gründlichere Pro-Suchen am Tag und eine ausführliche Research-Anfrage im Monat enthalten.

Suche, Quellen und Genauigkeit im Vergleich

Perplexity zeigt laut eigener Preisseite bei eingeschalteter Websuche in jeder Antwort, aus welcher Quelle eine Aussage stammt. ChatGPT entscheidet laut OpenAI selbst, ob eine Frage eine Websuche braucht, du kannst die Suche aber auch gezielt einschalten. Dann bekommst du ebenfalls Links zu den Quellen.

Einen unabhängigen Anhaltspunkt liefert ein Test der britischen Verbraucherorganisation Which?. Sie stellte im September 2025 von Großbritannien aus 40 Fragen zu Geld, Recht, Gesundheit und Verbraucherrechten und veröffentlichte die Ergebnisse im November 2025; die Stiftung Warentest berichtete im Januar 2026 darüber. Bewertet wurden Richtigkeit, Relevanz, Klarheit, Nützlichkeit und ethische Verantwortung. In der Gesamtwertung lag Perplexity mit 71 Prozent vorn, ChatGPT kam auf 64 Prozent. Bei der Richtigkeit allein erreichten die beiden 72 und 65 Prozent; diese Werte nennt die Stiftung Warentest eine Quote richtiger Antworten. Beide Dienste haben ihre Modelle seitdem erneuert. Die Tester fanden bei allen Chatbots auch veraltete oder zweifelhafte Quellen.

Für gründliche Berichte haben beide eine Deep-Research-Funktion. Bei ChatGPT ist sie in Free und Go nur eingeschränkt, bei Perplexity Free auf eine Anfrage im Monat begrenzt.

Datenschutz: Bei beiden selbst abschalten

Perplexity nutzt laut Hilfeseite deine Anfragen auch in Free, Pro und Max standardmäßig fürs Training. Du kannst das in den Einstellungen unter „AI data retention“ abschalten. Das gilt aber nur für künftige Daten, bereits gesammelte Trainingsdaten werden nicht gelöscht.

Bei ChatGPT kannst du die Nutzung deiner Chats fürs Training in den Datenkontrollen steuern. Temporäre Chats werden laut OpenAI nicht fürs Training genutzt, aber bis zu 30 Tage aufbewahrt. In Free und Go kann Werbung erscheinen, die im Europäischen Wirtschaftsraum laut OpenAI vorerst nicht personalisiert ist.

Gib bei beiden keine Gesundheitsdaten oder Vertragsnummern ein, wenn es nicht nötig ist.

Wer sollte was nehmen?

Die folgende Einordnung ist eine redaktionelle Empfehlung auf Basis der Herstellerangaben und des Which?-Tests, kein eigener Test.

Perplexity passt, wenn du vor allem etwas nachschlagen und die Quellen selbst prüfen willst, zum Beispiel bei Reiseregeln, Produktfragen oder Nachrichten.

ChatGPT passt, wenn die Suche nur der erste Schritt ist und du danach einen Text, eine Tabelle oder eine Entscheidungshilfe brauchst. Wer schon ChatGPT nutzt, braucht für gelegentliche Suchen kein zweites Abo.

Bei Geld-, Rechts- und Gesundheitsfragen gilt für beide: Quellen öffnen und eine zweite Meinung einholen.

Quellen

  1. Perplexity – Preise und Tarife (deutsche Preisseite, abgerufen aus Deutschland am 10.10.2026)
  2. Perplexity – Startseite mit FAQ zu Pro
  3. Perplexity-Hilfe: Which Perplexity Subscription Plan is right for you? (Stand 08.10.2026)
  4. Perplexity-Hilfe: What advanced AI models are included in my subscription?
  5. Perplexity-Hilfe: Data Collection at Perplexity
  6. ChatGPT – Preise und Pläne (deutsche Preisseite, abgerufen aus Deutschland am 10.10.2026)
  7. OpenAI-Hilfe: Searching the web with ChatGPT
  8. OpenAI-Hilfe: Ads in ChatGPT
  9. OpenAI-Hilfe: Data controls in ChatGPT
  10. OpenAI-Hilfe: Projects in ChatGPT (Abschnitt zur Modellverbesserung)
  11. OpenAI: GPT-6 and Intelligent UI for everyone (07.10.2026)
  12. Stiftung Warentest: KI-Chatbots im Test – Perplexity schlägt ChatGPT und Meta AI (16.01.2026)
  13. Which?: Can you trust AI? ChatGPT and other AI chatbots put to the test (17.11.2025)
  14. Perplexity-Hilfe: Technical capabilities of Sessions (Websuche ausschalten)

KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell freigegeben.