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Vergleich · Frei lesbar · 4 Min. Lesezeit

Midjourney oder ChatGPT: Welcher KI-Bildgenerator lohnt sich?

Für die meisten Alltagsbilder reicht ChatGPT: Bilder gibt es schon in der Gratisversion, Plus kostet 23 Euro im Monat, und OpenAIs Bildmodelle führen derzeit die unabhängige Arena-Rangliste an (Stand Oktober 2026). Midjourney kostet mindestens 10 Dollar im Monat plus gegebenenfalls Steuern, bietet auf der Website und in Discord keinen Gratis-Test und stellt deine Bilder öffentlich, solange du nicht in Pro oder Mega den Stealth-Modus einschaltest. Dafür gibt es mehr Stil- und Gestaltungskontrolle für alle, die sich einarbeiten wollen.

Midjourney oder ChatGPT (Bilder)

Geprüft am 11. Oktober 2026

  • Preis in Deutschland1,2,5,13

    Midjourney:
    Nur Abo, Gratis-Test nur begrenzt in der App niji·journey: Basic 10 $, Standard 30 $, Pro 60 $, Mega 120 $ im Monat plus ggf. Steuern; 20 % Rabatt bei Jahreszahlung
    ChatGPT (Bilder):
    Bilder schon in Free (eingeschränkt); Go 8 €, Plus 23 €, Pro ab 103 € im Monat
  • Verfügbarkeit in Deutschland1,3,5,6

    Midjourney:
    Nutzbar über die Website und Discord; Abrechnung in US-Dollar
    ChatGPT (Bilder):
    Im Web und in den Apps; Images 2.5 ab 8. September 2026 für alle Tarife ausgerollt
  • Was du bekommst1,3,4,6

    Midjourney:
    Bildmodell V8.2 (Standard seit 24.07.2026), Bildeditor, Videos, viele Stil- und Personalisierungsoptionen
    ChatGPT (Bilder):
    Images 2.5 im Chat: Bilder per Beschreibung, Bearbeiten per Kommentar, Skizzen als Vorlage, Vorlagen für Poster und Flyer
  • Grenzen1,5

    Midjourney:
    Basic: 200 Minuten schnelle Rechenzeit im Monat, kein unbegrenzter Relax-Modus; ab Standard unbegrenzte Bilder im langsameren Relax-Modus
    ChatGPT (Bilder):
    Free „eingeschränkt“, Go „mehr“, Plus „komplexer und präziser“, Pro unbegrenzt; genaue Bildzahlen nennt OpenAI nicht
  • Datenschutz und Sichtbarkeit1,3,6,8,14

    Midjourney:
    Bilder standardmäßig öffentlich; Stealth-Modus nur in Pro und Mega, muss eingeschaltet werden und gilt nicht für öffentliche Discord-Kanäle
    ChatGPT (Bilder):
    Training mit deinen Chats über Datenkontrollen steuerbar; Bilder tragen digitale Herkunftsangaben (C2PA) und ein unsichtbares Wasserzeichen
  • Nutzungsrechte1,3,7

    Midjourney:
    Bilder gehören dir, soweit das Recht es zulässt; Firmen mit über 1 Mio. $ Umsatz brauchen Pro oder Mega; Midjourney erhält eine dauerhafte Lizenz
    ChatGPT (Bilder):
    Laut EU-Nutzungsbedingungen gehört dir der Output, OpenAI überträgt seine Rechte daran an dich
  • Urheberrecht in Deutschland10

    Midjourney:
    Rein KI-erzeugte Bilder sind laut Justizministerium nicht urheberrechtlich geschützt; die Nutzung kann trotzdem Rechte Dritter verletzen, etwa bei erkennbar übernommenen Werken
    ChatGPT (Bilder):
    Gleiche Rechtslage: ohne eigenen schöpferischen Beitrag kein Urheberrecht am Bild
  • Qualitätsbelege9,12

    Midjourney:
    Nicht in der Arena-Rangliste vertreten; Zapier lobt mehr Gestaltungskontrolle, sieht Schwächen bei Text im Bild
    ChatGPT (Bilder):
    OpenAI-Bildmodelle belegen in der Arena-Rangliste (Stand 07.10.2026) die Plätze 1 bis 3; Zapier lobt Textdarstellung
  • Am besten für1,5,6,12

    Midjourney:
    Gestaltung mit eigenem Stil, Moodboards und Kunstprojekte, wenn du Zeit zum Einarbeiten und ein Abo einplanst
    ChatGPT (Bilder):
    Einladungen, Flyer, Bilder mit Text und schnelle Änderungen per Gespräch, auch ohne Abo

Unsere Einordnung: Nimm ChatGPT für Alltagsbilder wie Einladungen, Flyer oder Bilder mit Text: Es kostet nichts extra, wenn du ChatGPT schon nutzt, und OpenAIs Modelle führen die Arena-Rangliste an. Nimm Midjourney, wenn du einen eigenen Stil und viel Gestaltungskontrolle suchst und ein Dollar-Abo einplanst; für private Bilder brauchst du dort Pro für 60 Dollar im Monat plus Steuern und den eingeschalteten Stealth-Modus.

Zwei Wege zum KI-Bild

Midjourney ist ein spezialisierter Bildgenerator. Du gibst eine Beschreibung ein und bekommst mehrere Varianten, die du über Knöpfe, Stilvorlagen und Parameter weiterentwickelst. Seit dem 24. Juli 2026 ist laut Midjourney das Modell V8.2 Standard. Midjourney erstellt auch kurze Videos und hat einen Bildeditor.

In ChatGPT entstehen Bilder im normalen Gespräch. Seit dem 8. September 2026 rollt OpenAI das Modell Images 2.5 laut eigener Angabe in allen Tarifen aus. Du kannst ein Bild beschreiben, eine Skizze zeichnen, ein Foto als Vorlage hochladen oder einzelne Stellen im Bild kommentieren und ändern lassen.

Was beide kosten (Stand Oktober 2026)

Midjourney gibt es nur im Abo. Auf der Website und in Discord gibt es laut eigener Hilfe derzeit keinen Gratis-Test; nur in der Handy-App niji·journey kannst du begrenzt kostenlos testen. Basic kostet 10 Dollar, Standard 30 Dollar, Pro 60 Dollar und Mega 120 Dollar im Monat, bei Jahreszahlung 20 Prozent weniger. Einen Euro-Preis nennt Midjourney nicht, abgerechnet wird in Dollar. Dazu kommt je nach Wohnort Mehrwert- oder Umsatzsteuer, die beim Bezahlen anhand deiner Rechnungsangaben berechnet wird; den Endbetrag siehst du erst vor dem Abschluss. Basic enthält 200 Minuten schnelle Rechenzeit im Monat, ab Standard kannst du im langsameren Relax-Modus unbegrenzt Bilder erstellen.

ChatGPT erstellt laut deutscher Preisseite schon in der Gratisversion Bilder, aber nur eingeschränkt. Go für 8 Euro erlaubt mehr, Plus für 23 Euro komplexere und präzisere Bilder, Pro ab 103 Euro unbegrenzte. Genaue Bildzahlen pro Tag nennt OpenAI nicht.

Bildqualität: Was sich belegen lässt

Eine unabhängige Bewertung liefert die Arena-Rangliste, in der Menschen Bilder verschiedener Modelle blind vergleichen. Laut Stand vom 7. Oktober 2026 belegen OpenAIs Bildmodelle dort die Plätze 1 bis 3. Midjourney ist in dieser Rangliste nicht vertreten, ein direkter Vergleich auf dieser Grundlage ist also nicht möglich.

Im Vergleich des Softwareportals Zapier schneidet ChatGPT besser ab, wenn Text im Bild stehen soll oder Mengen und Positionen stimmen müssen. Midjourney bietet laut Zapier mehr Kontrolle über Stil und Gestaltung, verlangt aber mehr Einarbeitung. Das ist eine Einschätzung der Redaktion dort, kein standardisierter Test.

Nutzungsrechte und Privatsphäre

Bei Midjourney gehören dir die Bilder laut Nutzungsbedingungen, soweit das Recht es erlaubt. Firmen mit mehr als einer Million Dollar Jahresumsatz brauchen dafür Pro oder Mega. Gleichzeitig erhält Midjourney eine dauerhafte, weltweite Lizenz an deinen Eingaben und Bildern. Deine Bilder sind standardmäßig öffentlich sichtbar und dürfen von anderen weiterverarbeitet werden, nur der Stealth-Modus in Pro und Mega verhindert das weitgehend. Den musst du selbst einschalten. Bilder aus öffentlichen Discord-Kanälen bleiben trotzdem sichtbar, und schon veröffentlichte Bilder werden durch ein Upgrade nicht automatisch privat, du musst sie einzeln umstellen. Gegen Midjourney läuft in den USA eine Urheberrechtsklage großer Filmstudios, die laut The Art Newspaper im Juli 2026 noch nicht entschieden war.

Bei ChatGPT gehört dir laut OpenAIs EU-Nutzungsbedingungen der Output. Ob deine Chats fürs Training genutzt werden, steuerst du in den Datenkontrollen. ChatGPT-Bilder tragen laut OpenAI digitale Herkunftsangaben in der Bilddatei (nach dem Standard C2PA) und ein unsichtbares Wasserzeichen, damit sie als KI-Bild erkennbar sind.

Wichtig für Deutschland: Laut Bundesjustizministerium sind rein KI-erzeugte Bilder nicht urheberrechtlich geschützt, weil kein Mensch sie geschaffen hat. Daraus folgt aber nicht, dass jede Nutzung erlaubt ist: Laut Ministerium musst du prüfen, ob im Bild erkennbar fremde Werke stecken. Dann kann die Nutzung Rechte anderer verletzen, und du brauchst gegebenenfalls deren Erlaubnis. Midjourneys Nutzungsbedingungen verbieten zudem ausdrücklich, mit dem Dienst fremde Urheber- oder Markenrechte zu verletzen.

Wer sollte was nehmen?

Die folgende Einordnung ist eine redaktionelle Empfehlung auf Basis der Herstellerangaben, der Arena-Rangliste und des Zapier-Vergleichs, kein eigener Test.

ChatGPT passt für fast alle Alltagszwecke: Einladungen, Glückwunschkarten, Flyer für den Verein oder ein bearbeitetes Familienfoto. Du beschreibst einfach, was du willst, und änderst im Gespräch nach.

Midjourney passt, wenn du einen ganz eigenen Stil suchst, viele Varianten vergleichen willst und bereit bist, dich in Parameter und Stilvorlagen einzuarbeiten. Plane dann mindestens Standard ein, wenn du viel erzeugst, und Pro mit eingeschaltetem Stealth-Modus, wenn deine Bilder nicht öffentlich sein sollen.

Quellen

  1. Midjourney Docs: Comparing Midjourney Plans
  2. Midjourney Docs: Free Trials
  3. Midjourney Docs: Terms of Service (gültig ab 27.05.2026)
  4. Midjourney Docs: Version (V8.2 Standard seit 24.07.2026)
  5. ChatGPT – Preise und Pläne (deutsche Preisseite, abgerufen aus Deutschland am 10.10.2026)
  6. OpenAI: Introducing ChatGPT Images 2.5 (08.09.2026)
  7. OpenAI: Europe Terms of Use
  8. OpenAI-Hilfe: Data controls in ChatGPT
  9. Arena: Text-to-Image Leaderboard (Stand 07.10.2026, abgerufen am 10.10.2026)
  10. Bundesministerium der Justiz: Künstliche Intelligenz und Urheberrecht – Fragen und Antworten (März 2024)
  11. The Art Newspaper: Midjourney strikes back – sued AI giant demands Hollywood’s secrets (09.07.2026)
  12. Zapier: Midjourney vs. ChatGPT – which image generator is better? (2026)
  13. Midjourney: Steuern und Mehrwertsteuer
  14. Midjourney: Stealth-Modus

KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell freigegeben.