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Ollama oder LM Studio: Welches Programm für lokale KI-Modelle?
Beide Programme sind kostenlos und lassen KI-Modelle komplett auf deinem eigenen Rechner laufen (Stand Oktober 2026). LM Studio ist mit seinem Chatfenster und der eingebauten Modellsuche der bequemere Einstieg, läuft auf dem Mac aber nur mit Apple-Chips. Ollama ist schlanker, quelloffen unter der MIT-Lizenz und wird klassisch über die Kommandozeile bedient, hat inzwischen aber auch ein einfaches Chatfenster. Beide bieten zusätzlich kostenpflichtige Cloud-Modelle an: LM Studio im Abo ab 20 Dollar im Monat, Ollama ebenfalls mit Abos ab 20 Dollar oder ohne Abo über zugekauftes Nutzungsguthaben. Damit bist du nicht mehr lokal unterwegs.
Ollama oder LM Studio
Geprüft am 11. Oktober 2026
- Ollama:
- Lokal kostenlos; Cloud: Guthaben auch ohne Abo kaufbar, Pro 20 $ im Monat oder 200 $ im Jahr (60 $ Guthaben pro Monat), Max 100 $
- LM Studio:
- Lokal kostenlos; Cloud: Bionic+ 20 $, Pro 100 $ im Monat
Verfügbarkeit in Deutschland2,7
- Ollama:
- Download für macOS, Windows, Linux und als Docker-Version
- LM Studio:
- Download für macOS (nur Apple-Chips), Windows und Linux
- Ollama:
- Schlanke Laufzeit für offene Modelle, Kommandozeile und schlichtes Chatfenster
- LM Studio:
- Chatfenster mit Modellsuche über Hugging Face, Agent Bionic, lokale Spracherkennung
- Ollama:
- Gratis-Cloud nur mit kleinem Startguthaben, mehr per Guthabenkauf; Intel-Macs nur per Hauptprozessor
- LM Studio:
- Keine Intel-Macs; mit 8 GB Arbeitsspeicher nur kleine Modelle
- Ollama:
- Lokal bleibt alles auf dem Gerät; Cloud vor allem in den USA, laut Ollama ohne Protokolle und Training
- LM Studio:
- Lokal und offline nutzbar; Cloud-Modelle in den USA, laut LM Studio ohne Speicherung
- Ollama:
- Installer oder Terminal-Befehl; unter Windows ohne Administratorrechte
- LM Studio:
- App herunterladen und per Maus bedienen
- Ollama:
- macOS 14+, Windows 10 22H2+; Grafikkarte optional, sonst Hauptprozessor; unter Windows mind. 4 GB Platz plus Modelle
- LM Studio:
- Apple M1 oder neuer mit macOS 14+; Windows x64 mit AVX2 oder ARM; 16 GB RAM und 4 GB Grafikspeicher empfohlen
- Ollama:
- Open Source unter MIT-Lizenz; Modelle mit eigenen Lizenzen
- LM Studio:
- Kostenlos für private und interne geschäftliche Nutzung, nicht quelloffen; Modelle mit eigenen Lizenzen
- Ollama:
- Wer ein offenes Werkzeug für Linux, Docker oder andere Programme sucht
- LM Studio:
- Einsteiger, die ohne Terminal per Maus loslegen wollen
Unsere Einordnung: Nimm LM Studio, wenn du ohne Terminal einsteigen willst und einen Mac mit Apple-Chip oder einen Windows-PC mit genug Speicher hast. Nimm Ollama, wenn du ein quelloffenes, schlankes Werkzeug suchst, das auch auf Linux, in Docker oder auf Intel-Macs läuft. Bei beiden gilt: Cloud-Modelle sind nicht mehr lokal, und jedes Modell hat seine eigene Lizenz.
Worum es geht
Ein lokales KI-Modell ist ein Sprachmodell, das du herunterlädst und auf deinem eigenen Computer laufen lässt. Was das bringt und wo die Grenzen liegen, erklärt unser Beitrag über lokale KI-Modelle. Hier geht es nur um die Wahl des Programms, mit dem du solche Modelle startest.
Laut PC Games Hardware sind LM Studio und Ollama die beiden Programme, die für den Einstieg am häufigsten genannt werden. LM Studio richtet sich demnach an alle, die möglichst kein Terminal öffnen wollen, also kein Textfenster für Befehle. Es kombiniert ein Chatfenster im Stil von ChatGPT mit einer Modellsuche, die direkt auf die Plattform Hugging Face zugreift. Ollama verfolgt laut dem Magazin den entgegengesetzten Ansatz: reduziert aufs Wesentliche, klassisch per Kommandozeile, inzwischen mit schlichtem Chatfenster.
Einrichtung und Hardware
Ollama: Auf macOS und Linux installierst du Ollama laut Projektseite mit einem Befehl im Terminal oder per Download, auf Windows ebenso; es gibt auch eine Docker-Version. Auf Windows braucht die Installation laut Ollama keine Administratorrechte. Voraussetzungen sind laut Dokumentation macOS 14 oder neuer, wobei Macs mit M-Chips die Grafikeinheit nutzen und ältere Intel-Macs nur den Hauptprozessor, sowie Windows 10 22H2 oder neuer. Eine Grafikkarte ist keine Pflicht: Ollama kann Modelle laut Dokumentation auch nur mit dem Hauptprozessor und dem normalen Arbeitsspeicher ausführen, nur langsamer. Wer eine Nvidia- oder AMD-Grafikkarte zur Beschleunigung nutzen will, braucht dafür aktuelle Treiber. Unter Windows belegt das Programm selbst laut Ollama mindestens 4 Gigabyte, die Modelle kommen hinzu.
LM Studio: Du lädst die App herunter und bedienst alles per Maus. Laut LM Studio braucht der Mac einen Apple-Chip ab M1 und macOS 14 oder neuer, Intel-Macs werden nicht unterstützt. Empfohlen sind 16 Gigabyte Arbeitsspeicher; mit 8 Gigabyte gehen nur kleine Modelle. Unter Windows läuft LM Studio auf PCs mit x64-Prozessor, der dafür die Befehlserweiterung AVX2 braucht, und auch auf Windows-PCs mit ARM-Chip wie dem Snapdragon X Elite; empfohlen sind 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und mindestens 4 Gigabyte Grafikspeicher.
Parameter sind die internen Zahlenwerte, aus denen ein Modell besteht; mehr Parameter bedeuten meist ein größeres Modell. Laut PC Games Hardware können 8 Gigabyte Grafikspeicher für kompakte Modelle bis etwa neun Milliarden Parameter reichen und 16 Gigabyte für Modelle um 20 Milliarden Parameter, allerdings für speichersparend komprimierte Varianten, sogenannte quantisierte Modelle. Dazu kommt Speicher für den Gesprächsverlauf, der mit der Länge des Gesprächs wächst. Prüfe deshalb die Dateigröße der konkreten Modellvariante und plane etwas Puffer ein.
Lizenzen: Programm und Modell
Ollama steht laut Projektseite unter der MIT-Lizenz. Das ist eine freie Open-Source-Lizenz: Du darfst das Programm auch beruflich nutzen, verändern und weitergeben.
LM Studio ist kostenlos, aber kein offenes Programm; die Beratungsfirma Qytera führt es als proprietär. Die Nutzungsbedingungen erlauben die Nutzung für private Zwecke und für interne Zwecke im Unternehmen.
Wichtig: Die Lizenz des Programms ist nicht die Lizenz des Modells. LM Studio weist in seinen Bedingungen darauf hin, dass die heruntergeladenen Modelle von Drittanbietern stammen und deren eigene Lizenzbedingungen gelten. Wer Ergebnisse kommerziell nutzen will, sollte daher die Lizenz jedes Modells prüfen, egal mit welchem Programm.
Cloud-Angebote: Wann du nicht mehr lokal bist
Beide Anbieter verdienen inzwischen mit Cloud-Modellen Geld, die auf fremden Servern laufen.
Ollama: Laut Preisseite gibt es einen Gratis-Plan mit kleinem Startguthaben, Pro für 20 Dollar im Monat oder 200 Dollar im Jahr mit 60 Dollar Nutzungsguthaben pro Monat und Max für 100 Dollar. Das enthaltene Guthaben erneuert sich monatlich, auch bei Jahreszahlung. Ein Abo ist für mehr Cloud-Nutzung aber nicht nötig: Auch mit dem Gratis-Konto kannst du Nutzungsguthaben kaufen und damit alle Cloud-Modelle freischalten. Die Modelle laufen laut Ollama vorwiegend in den USA, bei Bedarf auch in Europa; Eingaben und Antworten werden laut Ollama weder protokolliert noch zum Training genutzt. Lokale Modelle bleiben unbegrenzt kostenlos.
LM Studio: Die App heißt inzwischen LM Studio Bionic und enthält einen Agenten für Dokumente und Code. Laut Preisseite ist der lokale Betrieb kostenlos, Bionic+ mit in den USA betriebenen offenen Modellen kostet 20 Dollar und Pro 100 Dollar im Monat. Laut LM Studio speichern die Cloud-Dienste keine Eingaben und Antworten.
Das sind Herstellerangaben. Wenn dir Datenschutz wichtig ist, achte bei beiden darauf, dass das gewählte Modell wirklich lokal läuft.
Welches Programm für wen?
Die folgende Einordnung ist eine redaktionelle Empfehlung auf Basis der Herstellerangaben und von PC Games Hardware.
LM Studio passt, wenn du ohne Terminal starten willst, gern per Maus Modelle suchst und einen Mac mit Apple-Chip oder einen Windows-PC mit ausreichend Speicher hast.
Ollama passt, wenn du ein offenes, schlankes Werkzeug suchst, das auch auf Linux, in Docker oder auf älteren Intel-Macs läuft, oder wenn du die KI später mit anderen Programmen verbinden willst. Laut Qytera ist Ollama bei Server-Einrichtungen der übliche Standard.
Quellen
- Ollama: Pricing (abgerufen am 10.10.2026)
- GitHub: ollama/ollama (Quellcode und Lizenz)
- Ollama Docs: macOS
- Ollama Docs: Windows
- LM Studio: Startseite (LM Studio Bionic)
- LM Studio: Bionic Pricing (abgerufen am 10.10.2026)
- LM Studio Docs: System Requirements
- LM Studio: Desktop App Terms of Service (Stand 23.08.2026)
- PC Games Hardware: Lokale KI auf dem PC – Hardware, Modelle und Programme (August 2026)
- Qytera: Ollama und Open WebUI 2026 – lokale LLMs für DSGVO-konforme KI
- Ollama Docs: FAQ
KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell freigegeben.