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DeepL oder ChatGPT: Womit übersetzt du Texte und Dokumente besser?
DeepL ist ein reines Übersetzungswerkzeug aus Deutschland, ChatGPT ein Allzweck-Chatbot, der auch übersetzen und Texte umformulieren kann. Kostenlos erlaubt DeepL laut Preistabelle 50.000 Zeichen und ein Dokument pro Monat, der günstigste Bezahltarif kostet 7,49 Euro im Monat bei Jahreszahlung (Stand Oktober 2026). Für vertrauliche Dokumente ist der Datenschutz der wichtigste Unterschied: Die Gratisversion von DeepL nutzt Texte zeitweise zum Training, die Bezahlversion nicht. Texte mit personenbezogenen Daten sind in der DeepL-Gratisversion laut Datenschutzerklärung gar nicht erlaubt.
DeepL oder ChatGPT
Geprüft am 11. Oktober 2026
- DeepL:
- Gratis-Version; Individual 7,49 € pro Monat bei Jahreszahlung inkl. MwSt.; Team 24,99 € je Person und Monat bei Jahreszahlung inkl. MwSt.
- ChatGPT:
- Gratis-Version; Go 8 €, Plus 23 € pro Monat laut Preisseite aus Deutschland
Verfügbarkeit in Deutschland1,4,8
- DeepL:
- Verfügbar im Web und als Browsererweiterung
- ChatGPT:
- Verfügbar; eigene Übersetzungsseite ChatGPT Translate, laut Slator seit Januar 2026
- DeepL:
- Text- und Dokumentübersetzung, Glossare, ab Individual ganze Webseiten
- ChatGPT:
- Übersetzung in über 40 Sprachen mit Rückfragen, Stil-Anpassung und Erklärungen
- DeepL:
- Gratis: 50.000 Zeichen und 1 Dokument bis 5 MB pro Monat; Individual: 300.000 Zeichen, 3 Dokumente
- ChatGPT:
- Gratis: Textchats unbegrenzt mit Missbrauchsschutz, Datei-Uploads eingeschränkt
- DeepL:
- Gratis: Texte zeitweise fürs Training, personenbezogene Daten nicht erlaubt; Pro: kein Training, Löschung nach Verarbeitung
- ChatGPT:
- Training abschaltbar, Chats bleiben aber gespeichert; bei Feedback ggf. Training; temporäre Chats bis 30 Tage
- DeepL:
- Herstellerangabe: Blindtest März 2026 in allen 16 Sprachpaaren vor GPT-5.2
- ChatGPT:
- Studie 2025 (Chinesisch–Englisch, GPT-3.5) sah ChatGPT vorn; nicht übertragbar
- DeepL:
- Regelmäßige Dokumente, feste Fachbegriffe, vertrauliche Unterlagen mit Pro
- ChatGPT:
- Übersetzen mit Umformulieren, Erklären und Entwerfen in der Fremdsprache
Unsere Einordnung: Nimm DeepL, wenn du regelmäßig Dokumente übersetzt, Fachbegriffe festlegen willst oder vertrauliche Unterlagen hast, dann mit Pro-Tarif, weil dort kein Training stattfindet. Nimm ChatGPT, wenn du Texte nicht nur übersetzen, sondern auch umformulieren und erklären lassen willst. Für kurze Texte im Alltag reichen die Gratisversionen beider, bei DeepL aber nur ohne personenbezogene Daten.
Zwei unterschiedliche Werkzeuge
DeepL ist ein Übersetzungsdienst: Du gibst links einen Text ein oder lädst ein Dokument hoch und bekommst rechts die Übersetzung. Dazu gibt es Glossare, mit denen du festlegst, wie bestimmte Fachbegriffe übersetzt werden, sowie Browsererweiterungen für Chrome, Firefox und Edge.
ChatGPT ist ein Chatbot, der auch übersetzt. Dafür gibt es eine eigene Seite namens ChatGPT Translate, die laut OpenAI über 40 Sprachen abdeckt. Laut dem Branchendienst Slator startete sie im Januar 2026, ein offizielles Startdatum von OpenAI gibt es nicht. Der Unterschied liegt in der Bedienung: Du kannst ChatGPT bitten, eine Übersetzung förmlicher, einfacher oder fließender zu machen, nachfragen, warum ein Wort so übersetzt wurde, und den Text weiter anpassen. Laut Slator leitet ChatGPT Translate solche Wünsche in den normalen Chat weiter.
Einordnung: DeepL ist auf das reine Übersetzen ausgerichtet, ChatGPT auf das Gespräch über einen Text.
Was kostenlos geht und was die Bezahltarife kosten (Stand Oktober 2026)
DeepL: Die kostenlose Version erlaubt laut Preistabelle 50.000 Zeichen pro Monat, ein Dokument pro Monat bis 5 MB und ein Glossar mit fünf Einträgen pro Sprachpaar. Der Tarif Individual kostet 7,49 Euro im Monat bei jährlicher Abrechnung, inklusive Mehrwertsteuer. Er bietet 300.000 Zeichen, drei Dokumente pro Monat bis 30 MB und die Übersetzung ganzer Webseiten. Team kostet 24,99 Euro und Business 49,99 Euro je Person und Monat, ebenfalls bei jährlicher Abrechnung und inklusive Mehrwertsteuer. Einen Monatspreis nennt die Seite nicht direkt, laut DeepL spart die Jahreszahlung 16 Prozent.
ChatGPT: In der Gratisversion sind Textchats laut OpenAI unbegrenzt, mit einem Schutz vor Missbrauch, Datei-Uploads sind aber eingeschränkt. Go kostet 8 Euro, Plus 23 Euro im Monat laut Preisseite aus Deutschland, beide mit mehr Uploads.
Für gelegentliches Übersetzen von Texten zahlst du bei keinem der beiden etwas. Für mehrere Dokumente im Monat brauchst du bei DeepL einen Bezahltarif.
Datenschutz bei Dokumenten
DeepL Gratis: Laut Datenschutzerklärung verarbeitet DeepL in der kostenlosen Version deine Texte und Übersetzungen für einen begrenzten Zeitraum, um seine Systeme zu trainieren und zu verbessern. Die Verarbeitung läuft laut DeepL auf eigener Infrastruktur im Europäischen Wirtschaftsraum. Wichtig: Texte mit personenbezogenen Daten jeglicher Art darfst du laut DeepL in der Gratisversion gar nicht übersetzen, das ist nur mit einem Pro-Abo erlaubt. Das betrifft schon gewöhnliche Briefe oder E-Mails mit Namen und Adressen.
DeepL Pro: Laut DeepL werden deine Daten nicht zum Training verwendet. Texte und Ergebnisse speichert DeepL nach eigener Angabe nur so lange, wie es technisch nötig ist, und löscht sie danach. Das sind Herstellerangaben, DeepL verweist auf Zertifizierungen nach ISO 27001 und SOC 2.
ChatGPT: OpenAI kann deine Chats zum Training nutzen, du kannst das in den Datenkontrollen abschalten. Abgeschaltetes Training löscht aber nichts: Normale Chats bleiben laut OpenAI im Verlauf gespeichert. Gibst du Feedback, etwa mit Daumen hoch oder runter, kann die ganze Unterhaltung trotzdem zum Training verwendet werden. Temporäre Chats werden laut OpenAI nicht zum Training genutzt, aber bis zu 30 Tage aufbewahrt. In den Tarifen Free und Go kann Werbung erscheinen, OpenAI gibt an, keine Chats an Werbekunden weiterzugeben.
Einordnung: Für vertrauliche Unterlagen ist DeepL Pro der klarere Weg, weil DeepL das Training dort nach eigener Angabe grundsätzlich ausschließt und es nicht von einer Einstellung abhängt.
Qualität: Was belegt ist und was nicht
DeepL wirbt damit, in Blindtests mit professionellen Übersetzerinnen und Übersetzern vom März 2026 in allen 16 getesteten Sprachpaaren besser als GPT-5.2 abgeschnitten zu haben. Das ist eine Angabe des Herstellers über eigene Tests, keine unabhängige Prüfung.
Unabhängige Studien gibt es vor allem für einzelne Sprachpaare und ältere Modelle. Eine 2025 veröffentlichte Studie zu chinesischen Tourismustexten sah ChatGPT (GPT-3.5) bei Treue, Lesbarkeit und kultureller Angemessenheit vor DeepL. Die Autoren schreiben selbst, dass sich das nicht auf andere Sprachpaare übertragen lässt.
Einordnung: Für Deutsch und andere europäische Sprachen fanden wir keinen aktuellen unabhängigen Vergleich. Probier deshalb beide mit einem typischen eigenen Text aus. Bei beiden gilt: Fehler sind möglich, gerade bei Fachbegriffen und Zahlen.
Wer sollte was nehmen?
Die folgende Einordnung ist eine redaktionelle Empfehlung, kein eigener Test.
DeepL passt, wenn du regelmäßig Dokumente übersetzt, ganze Dateien wie Word-Dokumente übersetzen willst, feste Fachbegriffe brauchst oder vertrauliche Unterlagen hast. Für den letzten Fall dann mit Pro-Tarif.
ChatGPT passt, wenn du nicht nur übersetzen, sondern den Text auch anpassen willst: einfacher formulieren, höflicher machen, Fragen zur Grammatik stellen oder einen Brief direkt in der Fremdsprache entwerfen. Wer ChatGPT ohnehin nutzt, braucht dafür kein zweites Abo.
Für Urlaub, kurze Nachrichten oder eine Speisekarte reicht die Gratisversion beider Dienste, bei DeepL aber nur für Texte ohne personenbezogene Daten.
Quellen
- DeepL Pro: Pakete und Preise (Deutschland, EUR)
- DeepL: Datenschutzerklärung
- DeepL: Translation quality (Herstellerangaben zu Blindtests)
- ChatGPT Translate
- ChatGPT – Preise und Pläne (deutsche Preisseite, abgerufen aus Deutschland am 10.10.2026)
- OpenAI-Hilfe: Data controls in ChatGPT
- OpenAI-Hilfe: Ads in ChatGPT
- Slator: OpenAI Quietly Launches ChatGPT Translate as a Standalone Translation Tool (Januar 2026)
- Chen & Lin: A multidimensional comparison of ChatGPT, Google Translate, and DeepL in Chinese tourism texts translation (Frontiers in AI, 2025)
KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell freigegeben.